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Freitag, 27.04.2018

Nachrichten

08.01.2013, 12.26 Uhr (Kirchenkreis Marburg)

Ein Tag in einer Kindertagesstätte Julienstift


Stefan wird um 7.10 Uhr von seinem Vater in die Kita gebracht. Eine Erzieherin nimmt ihn in Empfang, d. h. sie begrüßt ihn freundlich und erleichtert ihm durch Zuwendung die Trennung von seinem Vater. Stefan steuert sofort den Bauteppich an und spielt zunächst allein mit den Bausteinen. Die Erzieherin bereitet den Gruppenraum vor, stellt Milch und Sprudel für das Frühstück bereit und begrüßt dann das nächste Kind. Stefan freut sich, dass nun ein weiterer Junge zu ihm auf den Bauteppich kommt. Bald geht es Schlag auf Schlag. Ein Kind nach dem anderen wird gebracht. Viele Kinder haben mit ihren Eltern ein kleines Abschiedsritual, z. B. das Winken am Fenster.

Im Gruppenraum ist es inzwischen, mit den vielen Kindern, sehr laut geworden. Stefan hat keine Lust mehr auf dem Bauteppich zu bauen. Er geht in einen anderen Gruppenraum um dort zu malen, denn in der sogenannten Freispielzeit kann jedes Kind sich dort aufhalten wo es möchte. Wasserfarben interessieren Stefan an diesem Tag. Er holt sich Wasser im Waschraum, malt zwei Bilder und legt sie in den Trockenständer. Am Maltisch unterhält er sich mit mehreren Kindern über die gemalten Bilder. Es gibt einen kurzen Streit darüber, wer den dicksten Pinsel haben darf. Anschließend – so gegen 9.00 Uhr - geht er gemeinsam mit zwei anderen Kindern zum Frühstückstisch. Dort packt er sein mitgebrachtes Essen aus und genießt es, sich mit den anderen frühstückenden Kindern zu unterhalten. Es wird viel gelacht.

Danach knetet Stefan eine kurze Zeit und entscheidet sich kurz darauf die restliche Freispielzeit im Bewegungsraum zu verbringen. Dort sind schon seine besten Freunde. Sie bauen gemeinsam mit Schaumstoff-Bausteinen und knoten Seile aneinander. Leider ist gegen 10.30 Uhr die Zeit zum Aufräumen gekommen. Die Erzieherin fordert alle Kinder auf, beim Aufräumen mitzuhelfen. Alle Kinder gehen dann in ihre eigene (Bezugs)Gruppe. Jetzt ist Gruppenzeit bis zum Mittagessen. Zunächst begrüßt die Erzieherin alle Kinder ihrer Gruppe. Alle überlegen gemeinsam, welches Kind fehlt. Dann wird eine Geschichte vorgelesen und das neue Lied vom Vortag noch einmal gesungen. Die Kinder besprechen mit ihrer Erzieherin, welche Spiele sie im Stuhlkreis spielen möchten. Um 11.15 Uhr gehen die Kinder der Gruppe in den Flur um sich wetterfest anzuziehen und draußen auf dem Außengelände und im Sandkasten zu spielen. Stefan zieht sich allein an und braucht nur beim Reissverschluss die Hilfe der Erzieherin. Er spielt mit anderen Jungen Fußball und hinterher verstecken sie sich. Um kurz vor 12.00 Uhr gehen alle Kinder wieder ins Haus, da es jetzt Mittagessen gibt. Bis 12.30 Uhr essen Stefan und weitere 12 Kinder zusammen.

Nach dem Essen bekommen alle Kinder eine Geschichte vorgelesen. Danach spielen alle Kinder bis 14.00 Uhr. Stefan spielt mit zwei anderen Kindern Mensch-ärger- dich nicht. Um 14.00 kann sich Stefan zwischen einer AG – heute findet die Musik-AG statt- und einer Freispielgruppe entscheiden. Stefan nimmt begeistert an der Musik-AG teil. Danach hat er richtig Hunger und freut sich über den Imbiss am Nachmittag. Alle Kinder, die nach dem Imbiss noch in der Kita sind, spielen dann noch draußen, auf dem Außengelände, bis die meisten Kinder so gegen 16.40 Uhr abgeholt sind. Stefan und Mira bekommen noch ein Bilderbuch vorgelesen.

 

(Text : B. Hochgesand-Geulen, Leitung Kita Julienstift)