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Freitag, 19.01.2018

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Von: Anja Diekmann, 01.06.2013, 16.59 Uhr (Kirchenkreis Marburg)

Von der Kita zum Familienzentrum


Richtfest (Foto: A. Diekmann)

Die evangelische Kindertagesstätte Gerhart-Hauptmann-Straße erhält mit einem neuen Gebäude auch eine neue inhaltliche Ausrichtung.

"Komm bau ein Haus, das uns beschützt..." singen die Kinder auf dem Richtfest. Sie freuen sich auf ihre neue Kindertagesstätte, in die sie voraussichtlich im Oktober/November dieses Jahres einziehen können. Stolz hängen sie ihre Gruppensymbole an das Richtfestbäumchen - ein erster Schritt der Inbesitznahme und Identifikation.

Es ist aufregend mitzubekommen, wie das Gebäude wächst. Von den Kindern und Eltern, die in nächster Nachbarschaft wohnen, werden wir an unserem jetzigen Standort in Cappel stets auch über die kleinsten Baufortschritte auf dem Laufenden gehalten.

Das Lied "Komm bau ein Haus…" verstehen die Kinder wörtlich und es drückt auf seine Weise vieles von dem aus, was wir uns für die neue Einrichtung wünschen:

Es soll ein Haus werden, in dem Kinder Geborgenheit, Gemeinschaft und Freude erfahren. Ein Haus, das Schutz- und Freiräume bietet, damit Kinder und Erwachsene sich in ihrer Persönlichkeit entwickeln und entfalten können.

Es soll ein Haus werden, das seine Türen zum Stadtteil hin öffnet und in dem alle herzlich willkommen sind. Ein Haus, in dem präventiv und zukunftsweisend gearbeitet wird.

Das Herz des zukünftigen Familienzentrums bilden die vier Kita-Gruppen und die neu einzurichtende Krippengruppe. Insgesamt 98 Kinder werden die neue Einrichtung besuchen, die dann mit 70 Ganztagsplätzen, 15 Mittagsplätzen und 13 Vormittagsplätzen ausgestattet ist. Ziel des Familienzentrums ist es vor allem, Kindern und Eltern ein wohnortnahes gebündeltes Angebot vorzuhalten, das sich an den Bedürfnissen der Familien orientiert, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert und Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung unterstützt. Es soll ein Haus werden, das Bildung, Beratung und Therapie, Erziehung und Betreuung sowie Begegnung miteinander verknüpft. Der Standort für den Aufbau einer solchen Arbeit ist ideal: Grundschule, Hansenhaus-Gemeinde und Pauluskirchengemeinde liegen auf engen Raum beieinander. Die Kita ist seit den 60er Jahren im Stadtteil etabliert und sowohl die Kirchengemeinde als auch die Stadtteilgemeinde sind sehr lebendig und aktiv. Es gibt bereits jetzt eine gute Zusammenarbeit im Stadtteil aber auch darüber hinaus, unter anderem mit Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen und Therapeuten.

Deshalb bin ich zuversichtlich, dass viele Menschen den Weg zu uns finden werden und wir - nachdem das Haus äußerlich steht - gemeinsam daran arbeiten, dass es auch innerlich mit Leben gefüllt wird.

Anja Diekmann, Leiterin